Wie entsteht Stress – und wie können wir mit Stress umgehen?

Wie entsteht Stress eigentlich – und wie können wir ihn besser bewältigen? Oft liegt die Ursache für Stress in uns selbst: Wir setzen uns hohe Ziele und bemühen uns, unsere Träume zu verwirklichen. Doch manchmal sind unsere Erwartungen so hoch, dass wir uns unter Druck setzen und uns ständig Sorgen machen, ob wir genug erreichen oder ob wir gut genug sind. In diesem Blogartikel erfährst du, wie Stress entsteht und wie wir damit umgehen können.

 

So entsteht Stress: Unsere eigenen Ansprüche haben den größten Anteil


Es gibt Momente im Leben, in denen uns der Stress zu überwältigen droht. Wir haben das Gefühl, dass wir zu viel zu tun haben und dass uns die Zeit davonläuft. Doch hast du dir jemals überlegt, dass es vielleicht unsere eigenen Ansprüche sein könnten, die uns am meisten Stress bereiten?

 

1. Stressreaktion: Das passiert bei Stress


Stress beschreibt im Grunde alles, was unser Gleichgewicht und Wohlbefinden stört. Unser System reagiert auf bestimmte Reize und Stressoren und unternimmt alles, um uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Reaktionen, die wir durch Stress erfahren, dienen also unserem Schutz und sind der Weg zur Selbstregulation.

Wie wir Stress erleben, ist individuell und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • der genetischen Disposition
  • der eigenen Entwicklung
  • dem momentaner Zustand

Danach entscheidet sich, ob wir den Stress als kontrollierbar oder unkontrollierbar wahrnehmen.

Alle Formen von Stress müssen bewältigt werden!

Es gibt kein richtig oder falsch im Stress erleben, da er individuell ist.

Folgende Symptome können anzeigen, dass sich der Stress zunehmend negativ auswirkt:

  • Körperliche Symptome:
    • erhöhter Herzschlag, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, ein allgemeines Gefühl von Unwohlsein
  • Emotionale Symptome:
    • Ängste, Nervosität, Reizbarkeit, Traurigkeit, ein Gefühl von Überforderung und Erschöpfung
  • Bestimmte Verhaltensmuster wie
    • übermäßiges Essen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, soziale Isolation, Konflikte mit anderen Personen

Wenn du verstehst, wie Stress entsteht und wie er sich zeigt, bist du leichter in der Lage, Einfluss auf die Situation zu nehmen und die negativen Seiten von Stress abzufedern.

 

2. Stressbewältigung: drei Phasen


Der Menschen ist seit jeher gut gerüstet, um auf akuten Stress zu reagieren. Dieser Stressmechanismus läuft, wie vor vielen tausend Jahren auch in drei Phasen ab:

  • Phase 1: Alarm
  • Phase 2: Widerstand
  • Phase 3: Entspannung

Damit wir Stress verarbeiten können, müssen wir alle drei Phasen durchlaufen. Überspringen wir jedoch eine Phase, bleibt die Stressantwort unvollständig. Dies mag für eine kurze Zeit funktionieren, aber nicht auf Dauer. Unsere körperlichen Bedürfnisse und Energiereserven brauchen Pausen und Zeit, damit sie sich vom Stress erholen können.

Merke: Unser Organismus kann sich nur bedingt aus eigener Kraft regenerieren und zurück ins Gleichgewicht finden. Wir brauchen unsere Erholungsphasen!

 

3. Stressoren: die Auslöser für Stress


Stress entsteht dadurch, dass bestimmte Stressoren – innere und äußere Reize – unser System aus dem Gleichgewicht bringen. Wie auch beim Stresserleben sind die Stressoren individuell. Was die eine Person komplett ruhig lässt, kann für eine andere Person großer Stress sein.

Stressoren lassen sich einteilen in

  • körperliche Stressoren, etwa eine Krankheit;
  • leistungsbezogene Stressoren, wie anstrengende Arbeitssituationen;
  • soziale Stressoren, zum Beispiel Streit oder Konflikte;
  • physische Stressoren, beispielsweise Lärm, Licht oder Umweltbelastungen

Merke: Unterschiedliche Stressoren können zu unterschiedlichen Stressantworten führen. Angst führt meist zu Verspannungen, innerer Unruhe oder Konzentrationsstörungen. Stress im zwischenmenschlichen Bereich führt eher zu Appetitlosigkeit, Magenproblemen, erhöhtem Herzschlag.

Merke: Stressoren sind innere und äußere Reize, die Stress auslösen.

 

4. Stresshormone: Adrenalin und Noradrenalin


Bei akutem Stress werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus den Nebennieren freigesetzt. Alles in unserem Körper wird auf ALARM programmiert. Wir spüren einen erhöhten Herzschlag, unser Blutdruck erhöht sich und Gefühle von Angst, Ärger, Panik entwickeln sich. Unser Körper bereitet sich auf einen Kampf vor.

Etwas versetzt steigt auch unser Cortisolspiegel im Körper. Unser Schmerzempfinden sinkt, die Verdauung pausiert und unser Immunsystem fährt runter. Alles wird auf das Überleben in diesem einen Moment gepolt.

Mit diesen Reaktionen auf Stress sind wir nicht weit entfernt von unseren Vorfahren: Es reagiert nämlich der älteste Teil unseres Gehirns.

Ist die akute Bedrohung vorbei, steuert unser Organismus gegen und wir kommen wieder zur Ruhe. Das Herz-Kreislauf-System reguliert sich, das Immunsystem wird wieder hochgefahren und auch die Verdauung normalisiert sich wieder. Die Stressantwort ist vollständig und wir erholen uns von dieser extremen Situation.

Merke: Unser Stressmuster spricht den ältesten Teil unseres Gehirns an.

 

5. Chronischer Stress: Ursachen und Folgen


Doch was passiert, wenn der Stress nicht enden will?

Wenn sich die Phasen von zu starker Beanspruchung häufen, zum Beispiel durch

  • äußere Umstände,
  • Termindruck,
  • persönliche Konflikte,
  • und den alltäglichen Wahnsinn

dann kann es passieren, dass wir den Ausweg aus der Belastung nicht mehr sehen können. Bleibt dann auch noch die Erholung über einen längeren Zeitraum aus, kann es zu chronischem Stress kommen.

Anzeichen von chronischem Stress können sein:

  • Schlafprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • Magendarmprobleme
  • Verspannungen
  • Bluthochdruck
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • und weitere Symptome

Merke: Falls du dich gestresst fühlst und in der Auflistung das ein oder andere entdeckt hast, ist dies kein Grund zur Verzweiflung. Sieh es als Chance, etwas an deiner Situation zu ändern. 

 

6. Wie können wir mit Stress umgehen?


Empfinden wir Stress, ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass es okay ist, nicht perfekt zu sein, und dass wir auch Fehler machen dürfen. Wir sollten uns erlauben, uns Zeit für uns selbst zu nehmen und uns darauf zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Wenn wir uns selbst lieben und uns mitfühlend behandeln, können wir den Stress reduzieren und uns auf Veränderungen konzentrieren, die uns wirklich glücklich machen.

In Stress abbauen: 4 Tipps bekommst du Anregungen und Tipps dazu, wie du besser mit Stress umgehen kannst. Vielleicht ist auch Was ist Achtsamkeit / Mindfulness? Alles, was du dazu wissen musst interessant für dich. Klicke rüber und hole dir Ideen dazu, wie du in deinem Alltag auf Achtsamkeit achten kannst!

 

Du möchtest lernen, gut mit Stress umzugehen?

Wenn du besser mit Stress zurechtkommen möchtest, unterstütze ich dich sehr gerne dabei. In einem Coaching entwickeln wir gemeinsam Ideen, die garantiert in deinen Alltag passen und dir endlich wieder die Ruhe schenken, die du dir so sehr wünschst. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen

 

Das könnte dich auch interessieren

thinkmindful_julia_Jaeger_coach_achtsamkeit_mindset

Schon vernetzt?!

Siehst du schon meine täglichen Posts bei Instagram? Noch nicht?!
Dann lass dir meine Achtsamkeitstipps nicht entgehen.

Instagram

 

think mindful® Community

 

Du möchtest Teil meines Inneren Circle und jede Woche wertvollen Input von mir erhalten? Dann melde dich für meinen Newsletter an.

Jetzt anmelden

 

Hey, ich bin Julia.

Dein Coach für Achtsamkeit und Stressprävention und unterstütze dich dabei, die Balance zwischen Familie, Berufsleben und den eigenen Bedürfnisse zu halten.

Hand auf’s Herz, als selbständige Frau und Mama weiß ich, wie schwer dies machmal sein kann.

In meinem Blog findest du Anregungen, Impulse und Übungen, die dich dabei unterstützen, ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen.

Aus meine, über drei Jahrzehnten Coachingerfahrung, weiss ich:
Veränderung ist immer möglich! Wann beginnst du?

 

Lerne mich kennen